Vielleicht kennst du das auch. Du denkst alles ist in Ordnung und plötzlich geschieht etwas in deinem Leben dass du bei aller Vorsicht und Weitsicht nicht vorhersehen konntest. Und plötzlich steckst du in einem Strudel der dein Leben völlig durcheinander rüttelt.

Die meisten Menschen mögen keine Unsicherheiten und es fällt schwer sich diesen Gefühlen wie Angst oder Panik zu stellen. denn diese Gefühle blockieren uns und sind uns unangenehm darum haben wir verschiedene Verdrängungsmechanismen entwickelt.
Doch manchmal lassen sich Dinge nicht verdrängen und statt sich in Luft aufzulösen werden sie immer stärker und drängender. Und umso mehr dies geschieht, desto mehr fühlen wir uns blockiert und überfordert.

Noch viel unangenehmer wird das Ganze wenn auch andere Menschen von unseren Entscheidungen oder Handlungen mitbetroffen sind. Dies können unsere Partner unsere Kinder, unsere Geschäftspartner oder unsere Angestellten sein.

Und je länger diese Zustände andauern desto grösser wird der Druck und wir fühlen uns immer weniger in der Lage Entscheidungen zu treffen. Ein Teufelskreis entwickelt sich und wir fühlen uns immer mehr gefangen und beinahe unfähig einen klaren Gedanken zu fassen. Wie in einer aufgewühlten See strampeln wir immer mehr, um den Kopf über Wasser zu halten und verbrauchen so unsere Energie, ohne auch nur einen Meter Vorwärts zu kommen

Strategien die mir helfen  solche Situationen aufzubrechen

 

 

Einen sicheren Raum erschaffen

Unter einem sicheren Raum verstehe ich einen rahm in dem ich gedanklich die Chance habe mein inneres etwas zur ruhe kommen zu lassen. Dies kann ein Spaziergang im Wald sein, eine Fahrradtour, ein gemütlicher Abend mit Freunden oder ein entspannendes Bad in der Badewanne. Ich vertraue einfach meiner Intuition.
So gelingt es mir wieder einmal richtig durchzuatmen und es fühlt sich dann schon ein wenig leichter an.So kann auch in meinem inneren wieder etwas mehr Raum entstehen. Dies führt mich dann meistens auch zu meinem zweiten Schritt.

 

 

Auf Distanz gehen

Indem ich in Schritt eins mehr Raum erschaffen habe versuche ich jetzt etwas mehr Abstand zwischen mich und meine Probleme zu bringen. Hierzu habe ich verschiedene Methoden die ich je nach Bedarf anwende. Eine meiner Methoden werde ich hier mit dir teilen, vielleicht hilft sie ja auch dir weiter.

Ich habe festgestellt, dass das Problem und ich wie zwei unterschiedliche Farben in einem Strickpullover miteinander verwoben sind. Darum trenne ich diese zwei Fäden jetzt wieder auf so dass zwei unterschiedliche voneinander getrennte Knäuel entstehen können

  1. Ich schreibe mir das Problem von der Seele. Ich beschreibe die Situation so genau wie möglich und versuche alle beteiligten Faktoren zu berücksichtigen. Manchmal schreibe ich die einzelnen Punkte auf verschiedene Blätter. Schon alleine dadurch, dass ich das problem durch das Schreiben in die sichtbare Welt bringe entehr in mir wieder etwas mehr Raum und Klarheit.
  2. Ich lege dann die Blätter auf den Boden stelle mich darauf und spüre dann dieser Energie nochmals nach. Sobald ich bemerke wie es wieder Enger wird sage ich laut den Satz: „Ich bin jetzt bereit mich von dieser Situation zu lösen“. Dann mache ich bewusst mehrere Schritte weg von diesem Blatt ich mache soviel Schritte bis ich spüre es wird leichter. Dann drehe ich mich um und schaue aus dieser Entfernung auf das Problem.
  3. Ich verbinde mich dann gedanklich mit der Erde indem ich ich mir vorstelle wie Wurzeln aus meinen Füssen wachsen und ich dadurch mit der Kraft der Erde verbunden werde. Dann mache ich mir bewusst, dass dies nicht das erste Problem in meinem Leben ist. Ich kann erkennen, dass ich schon andere Lebensstürme überstanden habe. So gelingt es mir wieder mehr in meine Kraft zu kommen und mein Blick auf die momentane Situation kann sich verändern.

 

 

Ein Gebet sprechen

An diesem Punkt spreche ich dann oft das Gebet von Reinhold Niebuhr

 

„Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“

 

Diese Worte geben mir immer wieder Kraft und ich kann erkennen, dass es immer auch Dinge gibt für die ich nicht verantwortlich bin, weil sie einfach nicht in meiner Macht liegen. Ich bin einfach nur ein Mensch der die Gezeiten des Lebens erlebet. Also besinne ich mich auf diese Dinge die ich beeinflussen kann. Dann entscheide ich mich für eine Handlung die ich in den nächsten 48 Stunden tun werde um diese Situation zu verändern.

Oft sind es nur ganz kleine Schritte die ich tun kann, doch diese tue ich dann und obwohl ich nicht im voraus Wissen kann wie sich alles entwickeln wird vertraue ich wieder auf mich und verlasse mich gleichzeitig auch auf eine höhere Macht die das ihrige dazu tun wird die bestmögliche Lösung zu erschaffen.

 

Hast auch du eine bestimmte Vorgehensweise um mit Problemen umzugehen?
Vielleicht magst du sie mit uns teilen indem du sie uns in den Kommentaren verrätst.